Verantwortungslos: am Zalando Standort Erfurt sollen 2.700 Arbeitsplätze wegfallen.
,Pressemitteilung 03.02.2026 zur morgigen Aktuellen Stunde „Schließung des Zalando-Standorts in Erfurt“ auf Antrag der BSW-Fraktion
Matthias Herzog: „2.700 Mitarbeiter verlieren aus reiner Profitgier ihre Arbeit und Existenzgrundlage. Die Menschen, ihre Schicksale und die Region sind diesem Großkonzern egal.“
- Zalando muss Verantwortung für die Beschäftigten übernehmen.
- Der Konzern verweigerte dem Betriebsrat rechtswidrig die frühzeitige Einbindung und muss dafür nur ein Bußgeld fürchten. Diese Spielregeln müssen wir ändern.
- Bei der Förderpolitik sollen zukünftig regional verwurzelte Unternehmen im Fokus stehen, die soziale Verantwortung übernehmen.
Auf Antrag der BSW-Fraktion befasst sich der Thüringer Landtag am Mittwoch, 04.02.2026, in einer Aktuellen Stunde mit dem Thema „Schließung des Zalando-Standorts in Erfurt“.
Das Unternehmen schließt sein Logistikzentrum am Standort Erfurt mit 2.700 Beschäftigten im September 2026. Zalando ist einer der größten Arbeitgeber in Thüringen.
„Zalando entzieht sich seiner sozialen Verantwortung für die Beschäftigten und die Region. Das ist inakzeptabel und muss Konsequenzen haben. Der Konzern verweigerte dem Betriebsrat bewusst und rechtswidrig die frühzeitige Einbindung und muss dafür nicht mehr fürchten als ein Bußgeld. Diese politisch vorgegebenen Spielregeln müssen wir ändern“, erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der BSW-Fraktion, Matthias Herzog.
Die Zalando-Ansiedlung im Jahr 2012 wurde mit Fördergeldern in Höhe von 22 Millionen Euro unterstützt.
„Bei der Förderpolitik müssen zukünftig regional verwurzelte Unternehmen stärker im Fokus stehen, die soziale Verantwortung übernehmen – und nicht internationale Konzerne, für die nichts zählt als Profitmaximierung“, fordert Herzog.
Die sozialpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion, Anke Wirsing, betont, nun müsse es vor allem darum gehen, die Beschäftigten zu unterstützen: „Wir stehen an der Seite der betroffenen Mitarbeiter und ihrer Familien. Unsere politische Hauptaufgabe ist es nun, intensiv an Lösungen zu arbeiten, die diesen Familien die Existenz sichern und eine Perspektive in Thüringen bieten.“
Ina-Marlene Schnetzer
Quelle: BSW Fraktion
Erstinformation des Beitrages:
Der Landesverband Thüringen kritisiert die angekündigte Schließung des Zalando-Standortes in Erfurt.
Trotz Millionen-Förderung und exorbitanten Gewinnen will das Unternehmen 2.700 Stellen streichen und den Standort in Erfurt aufgeben.
Dazu erklärt die Landesvorsitzende des BSW Thüringen, Katja Wolf:
„Der Konzern handelt aus reiner Profitlogik. Das ist verantwortungslos. Wir stehen an der Seite der Beschäftigten und kämpfen um ihre Arbeitsplätze.“